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Projektbericht Thema 3
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Das Wattenmeer - Ein ganz besonderer Lebensraum

Das Wattenmeer erstreckt sich von Den Helder in den Niederlanden bis nach Esbjerg in Dänemark. Es umfaßt verschiedene Lebensräume: Das eigentliche Watt nimmt zwei Drittel des gesamten Wattenmeeres ein; daneben gibt es z. B. Salzwiesen und Dünen.

Das Watt

Das WattDer Begriff "Watt" entstammt dem altfriesischen Wort "wad" = seicht, untief; er steht auch für Gebiete, in denen man waten kann.
"Die Beständigkeit des Watts ist sein Wandel." Das zeigt sich am periodischen Wechsel der Gezeiten. Zweimal täglich überschwemmt das Nordseewasser die Wattflächen, um sich anschließend wieder zurückzuziehen. Den Zeitraum des auflaufenden Wassers nennt man Flut, den des ablaufenden Wassers Ebbe; der Zeitpunkt des höchsten Wasserstandes heißt Hochwasser, der des tiefsten Wasserstandes Niedrigwasser. Die Gezeiten werden durch das Zusammenwirken von Sonne, Erde und Mond ausgelöst.
Das Wattenmeer gehört zu den produktivsten Lebensräumen der Erde. Zu den Produzenten im Nahrungsnetz gehören Mikroalgen und Plankton. Auf 1 cm² Wattboden leben vielfach mehr als 1 Mio. Algen, die mit ihrem Schleim die Wattoberfläche verfestigen. Die Artenvielfalt der Konsumenten im Wattenmeer ist nicht sehr groß. Die extremen Bedingungen verhindern oftmals schon eine Einnischung ins Wattenmeer von vielen Konsumenten aus dem umliegenden Ökosystem. Aus diesem Grunde leben im Wattenmeer Konsumenten mit einer weiten ökologischen Toleranz oder Spezialisten. Das Wattenmeer ist nicht nur Nahrungsgrundlage für viele der stetig dort lebenden Konsumenten, sondern dient auch als Brut- und Laichstätte, als "Kinderstube" für zahlreiche Arten und als Erholungsstätte für einen Großteil der durchziehenden Zugvögel. Die Konsumenten des Wattenmeeres teilt man wie alle Konsumenten in drei Bereiche ein:
1. Herbivore (Pflanzenfresser)
2. Omnivore (Allesfresser)
3. Carnivore (Fleischfresser)
Die Destruenten ernähren sich von toten Pflanzen- und Tierteilen, sowie von Tierexkreten. Organisches Material (Proteine, Fette und Kohlenhydrate) wird von ihnen in anorganische Substanzen (Mineralsalze, Wasser, Kohlendioxyd) zersetzt.

Die Salzwiese

Projekt 3 bei der ProjektvorstellungAls Salzwiesen werden die Flächen oberhalb der Mitteltidehochwasserlinie verstanden, die meist vor dem Hauptdeich liegen und eine in etwa geschlossene Vegetationsdecke aufweisen. Sie bilden 1/6 der Gesamtfläche des Supralitorals, sie liegen also zwischen Land und Meer.
Die Tier- und Pflanzenwelt der Salzwiese hat sich gut an den speziellen Lebensraum angepaßt. Die Pflanzen besitzen dicke Stengel und feste, derbe Blätter, die sie gegen das Salzwasser schützen. Auch der Grad der Spezialisierung der Tierwelt ist sehr hoch, so sind viele verschiedene Vogel- und Insektenarten von einer bestimmten Pflanze der Salzwiese abhängig.

Das Wattenmeer als Nationalpark

Die Einzigartigkeit, Bedeutung und Gefährdung des Ökosystems Wattenmeer rief viele Stimmen nach effizienterem Schutz hervor. Deshalb erklärten die Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen 1985/86 weite Teile des Wattenmeeres zum Nationalpark. Durch die Einschränkung des Massentourismus und die gezielte Nutzung durch die Agrarwirtschaft können viele einzigartige Tier- und Pflanzenarten erhalten bleiben.

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