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Projektbericht Thema 6
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Moorökologie

Projekt 6 bei der ProjektvorstellungDer Begriff Moor könnte mit den folgenden Worten definiert werden: dauernd feuchtes, schwammiges mit charakteristischen Pflanzengesellschaften auf einer mindestens 30cm kräftigen Torfdecke, mit minimal 30% organischen Substanzen, über mehrere Jahrhunderte entstehender Organismus. Wasserüberschuß ist für die Entstehung eines Moores die wichtigste Grundvoraussetzung. Es kommt zur Ansiedlung feuchtigkeitsliebender Pflanzen und somit zum Wachstum eines Moores. Man unterscheidet 2 Hauptformen: Niedermoore, deren Pflanzen Verbindungen mit dem nährstoffreichem Grundwasser haben, und Hochmooren, die nur noch von wenigen anspruchslosen Pflanzen, dabei handelt es sich meist um Torfmoose, bewachsen sind. Die Wurzeln dieser Pflanzen reichen nicht mehr tief genug sind also somit grundwasserunabhängig. Hochmoore sind ausschließlich auf Niederschlagswasser und dessen Nährstoffe angewiesen. Hinzukommt, daß der Nährboden sehr sauer, nähr- und mineralarm ist, und somit die Lebensbedingungen erschwert sind.
Die Projektleiter: Katrin Wichert und Andreas LaubeLeider wurden jedoch seit etwa 200 Jahren größte Teile des moorreichsten Landes der Bundesrepublik Deutschland kontinuierlich abgebaut. Der zunehmen Bevölkerungsanstieg ließ nicht nur den Siedlungsraum, sondern auch Die Möglichkeiten der Landnutzung zu klein werden. Somit wurde nach Methoden gesucht, um das Land kultivierbar zu machen. Dabei wird unterschieden in die Fehnkultur, bei der es zur großzügigen Entwässerung des Moores durch den Bau von Kanälen kommt, und der Moorbrandkultur, bei der der Bauer die Fläche durch flache Gräben entwässerte, im Herbst auflockerte und im nächsten Frühjahr in Brand steckte.
Pflanzen im MoorGerade deshalb gehören die wenigen Moore heute zu den wichtigsten Lebens- und Rückzugsräumen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und ist unersetzliches natürliches Forschungsarchiv und Zeugnis früherer Kulturen. Die Wiederherstellung großflächig abgetorfter Moore gehört zu den bedeutendsten Aufgaben unserer Zeit. Die meisten Torfabbaugebiete sollen renaturiert werden, das heißt: sie werden wiedervernäßt und können sich später zu lebenden , torfbildenden Mooren entwickeln. Diese Entwicklung vollzieht sich in 3 Schritten: 1) der Wiedervernässung, 2) der Renaturierung und 3) der Regeneration. So kann nach dem Torfabbau wieder ein wachsendes, beziehungsweise lebendes Moor entstehen.
Heute werden Moore abgetragen, um den Torf in der Medizin, im Gartenbau oder zum Beispiel in der Landwirtschaft zu nutzen. Fraglich ist jedoch, ob die Auswirkungen auf unser Ökosystem, das Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten, vertretbar sind, oder ob doch auf Torf verzichtet werden kann, und zum Beispiel Humus verwendet wird.

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